Logik <=> Religiöse Institutionen
Nur einmal angenommen es gibt einen Gott – sei’s drum wie man ihn nennt.
Dann hätte Gott uns nicht ohne Grund mit einem Gehirn ausgestattet, das es uns ermöglicht logisch zu denken. Wer kann dann behaupten, das Gott wollte, das Menschen sich blindlinks einer Institution verschreiben, deren Machtgrundlage ein Buch ist? Was wäre, wenn Himmel und Hölle aufgeteilt sind nach Menschen, die ihr Leben mit Bedacht gelebt haben und denen, die Gottes Gabe des logischen Denkens nicht in Betracht gezogen haben. Würden demnach religiöse Extremisten, gleich welchen glaubens, nicht ein pardoxes Leben führen? Auf dem Weg in das erfüllte Leben nach dem Tod, rennen sie stattdessen in ein Loch der Verzweiflung und Schmerzes. Sicher kann sich der Wahrheit niemand sein, denn – um es mal in den Worten Schhäubles zu sagen: “Niemand weiß etwas, was er nicht weiß”. Wir hoffen alle, dass wir auf dem richtigen Weg sind und drangsalieren ‘die Anderen’, um uns unserer Sache sicherer zu sein. Doch denke ich, dass Gott gewollt hätte, dass wir seine Gabe schätzen und uns keine Welt aufbauen, in der in seinem Namen Menschen hinters Licht geführt werden, in seinem Namen Feldzüge und Kriege geführt werden, in seinem Namen Menschen getötet werden. Sollte es einen Gott geben und er gewollt hätte, dass wir den Worten von religiösen Institutionen glauben schenken, bräuchten wir keine Stimmbänder zum Reden, keine analytischen Fähigkeiten noch das logische Denken, denn wir müssten nur alles Gehöhrte als Wahr befinden.


