Das Fundament unserer Demokratie
Anfang der 1990er ging in der westlichen Welt einiges zu Bruch. Denn mit dem Zusammenfall des Ostblocks brach auch ein Feindbild zusammen. Ohne Feindbild funktioniert eine Gesellschaft jedoch nur bedingt. Es musste also ein neues her. Ende des Jahrzehnts – spätestens jedoch mit dem 11.9.2001 war es wieder soweit: Ein neues Feindbild war geformt. Jedoch gestaltete sich das Formen dieses schwieriger, als die bisherigen, denn zuvor ging es meist gegen Staaten, politische Systeme, oder einzelne Personen(-gruppen), die sich meist außerhalb des eigenen Landes befanden. Hier wurde politisch gesehen mit Kanonen auf Spatzen geschossen und da die Behauptungen meist haltlos waren, war es mehr ein Machtgerangel, wozu auch politische Entscheidungen gehörten, die keinerlei Auswirkungen auf die Gegenseite hatte. Das Augenmerk und Anstrengungen richteten sich also meist nach Außen, da wo der Feind war. Nun war das zwar zum großen Teil ebenso. Die radikal-Islamisten, die sich in den Bergen im Nahen Osten verstecken. Jedoch war schon von Anfang an die Rede von dem Feind im Innern – dem so genannten ‘Schläfer’. Nun richtete sich das politische Augenmerk also auch nach Innen, da wo normalerweise der Bürger ist. Zwar gab es in Deutschland ähnliches bereits in den 1970er Jahren – Bestrebungen die Innere Sicherheit durch Erlass neuer Gesetze zu stärken, jedoch war damals der Widerstand der Bevölkerung um ein vielfaches höher. Gestandene und etablierte Mitglieder der Gesellschaft wehrten sich gegen Bestrebungen der politischen Führung die Gesetze, aufgrund des RAF-Terrors, zu verschärfen. Heutzutage wird politisch ebenfalls mit Kanonen auf Spatzen geschossen, nur das die Kanonen an den Grenzen der BRD um 180° gedreht wurden und nach innen zeigen. Dieser Akt hat zumeist fatalere Auswirkungen als die Schüsse zuvor, denn mit einer Bevölkerungsdichte von 229 Einw./km² kann man sich sicher sein, dass jeder Schuss – zumindest irgendjemanden – trifft. Weiterlesen


